Unabhängige Gutachten könnten Streit um Stuttgart 21 schlichten
30.08.2010
Die Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ÖDP) schließt sich dem VCD in seiner Forderung nach einem Stresstest für Stuttgart 21 an. Wichtig sei, so die ÖDP, dass das emotionale Hin und Her zwischen Projektgegner und -befürwortern endlich einem konstruktiven Dialog weiche. Dazu seien aber unabhängige Gutachten notwendig, die das Öl aus dem Feuer heraushalten, so der Kreisvorsitzende Guido Klamt. Die Bahn und das Land hätten gravierende Kommunikationsfehler gemacht. Anstatt unliebsame Gutachten unter Verschluss zu halten, hätten sie beispielsweise den Gutachter SMA erneut beauftragen können, die aktuelle Planung unter die Lupe zu nehmen. Klamt: "Es wäre seitens der Befürworter wesentlich geschickter über unabhängige Gutachter eventuelle Engstellen und Fehlplanungen herausarbeiten zu lassen und diese mit Lösungsvorschlägen zu hinterlegen als immer nur wieder zu betonen, dass alles im Griff ist". Dann kämen auch die wirklichen Kosten auf den Tisch und man könne sich auf demokratischem Wege nochmals zusammensetzen und beraten, ob man das Projekt aufgrund der dann im Raum stehenden Kosten noch umsetzen möchte. Dazu wäre aber momentan ein Baustopp notwendig um keine vollendeten Tatsachen zu schaffen und um auch den Protesten etwas an Giftigkeit zu nehmen. Die Gutachter könnten auch ebenso sich dem Alternativvorschlag K21 annehmen um dessen wirkliche Verwirklichungschance zu untersuchen. Ansonsten werde man nie auf eine konstruktive Diskussionsgrundlage zurück finden. Seitens der Projektgegner wäre es jedenfalls der falsche Weg Bürger durch die Straßenblockaden in Stuttgart in eine Art der Gesamthaftung zu nehmen. Das ständige Verkehrschaos würde jedenfalls die neutralen Bürger gegen die Projektgegner aufbringen.