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ÖDP Baden-Württemberg unterstützt EBI "Glyphosat stoppen"

Logo der Europäischen Bürgerinitiative "Glyphosat stoppen"

Die ÖDP Baden-Württemberg setzt sich für eine umweltverträgliche Landwirtschaft ein und unterstützt daher die Europäische Bürgerinitiative (EBI) "Glyphosat stoppen". Ziel ist das Verbot von Herbiziden auf Glyphosat-Basis, die als krebserregend gelten und zu einer Verschlechterung des Zustands von Ökosystemen geführt haben. Die wissenschaftliche Bewertung von Pestiziden für die Genehmigung durch die Regulierungsbehörden der EU soll allein auf der Grundlage veröffentlichter Studien erfolgen, die von den zuständigen Behörden und nicht von der Pestizidindustrie in Auftrag gegeben wurden. EU-weit sind verbindliche Reduktionsziele für den Einsatz von Pestiziden festzulegen. Die zukünftige Landwirtschaft soll pestizidfrei sein.

1. Tierschutztag in Stuttgart

1. Tierschutztag in Stuttgart

Am 24.09.2016 fand der 1. Stuttgarter Tierschutztag statt. Er wurde von den beiden Vereinen Hilfe für Tiere in Not und Help for Paws organisiert, damit sich Tierfreundinnen und Tierfreunde treffen und austauschen konnten. Das Themenfeld der Veranstaltung war nicht auf bestimmte Tierarten oder Themen beschränkt. Stattdessen sollen verschiedenste aktuelle Themen rund um den Tierschutz zur Sprache kommen. Die ÖDP nahm die Einladung zum Austausch an und präsentierte sich wie verschiedene Vereine mit einem Infostand.

Unser Europaabgeordneter Prof. Dr. Klaus Buchner hielt eine Rede zu "Keine Massentierhaltung - Wir mischen uns ein!", die zusammen mit den Reden des parteilosen Europaabgeordneten Stefan Bernhard Eck über die "Revolution in der Politik und auf dem Teller" und des rumänischen Tierrechtlers Claudiu Dumitriu, Vorsitzender der „Alianta pentru Combaterea Abuzurilor“, über die aktuelle Situation und seine tierschutzpolitische Arbeit in Rumänien, interessante Einblicke in drängende Belange des Tierschutzes gab. Auch wenn der Besuch des 1. Stuttgarter Tierschutztages nicht ganz den Erwartungen entsprach, hat wegen der guten Atmosphäre und des guten Austausches doch niemand das Kommen bereut.
(Foto: Alexander Stein)

Demonstration gegen TTIP und CETA in Stuttgart

Demonstration gegen TTIP und CETA am 17.09.2016 in Stuttgart

Ein voller Erfolg war am 17.09. die Demonstration gegen TTIP und CETA in Stuttgart, eine von sieben zeitgleichen Demonstrationen in ganz Deutschland. Nicht nur, dass rund 15000 Menschen dem Aufruf zur Demonstration in Stuttgart gefolgt waren, darunter viele ÖDP-Mitglieder; auch wurden mehr als 1000 Unterschriften für den Volksantrag gegen CETA gesammelt.

Damit nähert sich die Zahl der seit dem 1. Juli gesammelten Unterschriften der 3000er Marke an. Bis zu den erforderlichen 39000 ist es aber noch ein weiter Weg. Daher die Bitte: Sammeln Sie (weiter) fleißig Unterschriften, fragen Sie Bekannte und Verwandte und/oder gehen Sie auf die Straße, sei es mit einem Klemmbrett oder bei einem Infostand. Gemeinsam können wir es packen!
(Foto: ÖDP / Uli Stein)

Silphie-Blütenfest im Hahnennest

Durchwachsene Silphie zu Beginn der Blüte Anfang Juli

Am 14.08 fand im Energiepark Hahnennest in Ostrach das Silphie-Blütenfest statt. Daher an dieser Stelle einige Worte zur Pflanze und zum Projekt:

Die Durchwachsene Silphie stellt eine inzwischen sehr bewährte Alternative zum Hybridmais als Substrat in Biogas-Anlagen dar. Die DwS ist ein aus der nordamerikanischen Prärie stammender ausdauernder Korbblütler, mit einer potenziellen Nutzungsdauer von 10, 20 oder mehr Jahren.

Die DwS stellt besondere Ansprüche nur im ersten Jahr , beim Aufbau des Bestandes. In den Folgejahren unterdrückt sie die Unkräuter zufolge ihres dichten Blattwerks. Der Wiederaustrieb beginnt Ende März/Anfang April und leistet so einen wichtigen Beitrag zum Erosionsschutz, der frostharte Wurzelstock verbleibt über Winter im Boden, verhindert Abschwemmungen.
Der Ersatz entzogener Nährstoffe erfolgt durch das Ausbringen von Gärresten oder Gülle – ein sehr umweltfreundliches Recycling-Verfahren, das langfristig zur Anreicherung von Nährstoffen und zur Verbesserung der Bodenstruktur führt, verbunden mit einer mengenmäßig bedeutsamen CO2 wie auch N-Bindung in den Wurzelstöcken.

Desweiteren stellt die DwS mit ihrer langen Blütezeit von Juni bis September eine geschätzte Trachtpflanze, eine üppige Bienenweide, dar. Die oberirdischen Teile können als Bereicherung der Kulturlandschaft, der kompakte Wurzelstock als Kohlenstoffsenke gelten. Silphienbestände sind den monotonen Maiskulturen in Bezug auf ober- wie unterirdische Biodiversität weit überlegen.

Im Jahre 2012 entschlossen sich die weit blickenden Betreiber der am oberen Donautal gelegenen Biogas-Anlage Energiepark Hahnennest (EPH) eine Fläche von einem Hektar mit DwS-Setzlingen zu bepflanzen. Sie ließen es aber nicht dabei bewenden, sondern gingen einen entscheidenden Schritt weiter und begannen damit, eigenes Saatgut zu gewinnen und aufzubereiten.
Inzwischen haben sie Ernte und Aufbereitung des Saatgutes technisch weitgehend im Griff. Des Weiteren haben sie ein innovatives Direktsaatverfahren entwickelt, das sich schon 2014/2015 bewährt hat. Es handelt sich um eine Untersaat der DwS mit Mais als Deckfrucht. Der Boden ist auch im ersten Jahr bedeckt, Beikräuter sind unter Kontrolle, es gibt auch keinen Ertragsausfall.

Das erste Zusammentreffen zwischen EPH Ostrach und ÖDP liegt genau drei Jahre zurück. Am 8.7.2013 konnte der Verfasser Dr. Walter Frölich mit Unterstützung durch ÖDP Parteifreunde am LAZBW  Aulendorf einen Vortrag über die damals noch kaum bekannte Durchwachsene Silphie halten. Unter den Zuhörern befand sich ein EPH Mitarbeiter und Silphien-Enthusiast. Inzwischen ist der Verfasser wiss. Berater und DwS-Forscher im Projekt Donau Silphie: donau-silphie.de/ueber-uns.html

Mahnwache am Gedenkstein in Wyhl

Mahnwache in Wyhl

Während des Parteitages der ÖDP Baden-Württemberg in Emmendingen stand ein Besuch am Gedenkstein in Wyhl an, verbunden mit einer Mahnwache zum Gedenken an den 30. Jahrestag von Tschernobyl.

Während der Mahnwache, zu der die Mitglieder der ÖDP, Interessierte und die Bevölkerung eingeladen waren, berichtete der Delegierte aus dem Kreisverband Emmendingen Michael Kefer, dass dieser Widerstand gegen das Kernkraftwerk in Wyhl sicher der bedeutendste Schritt für die gesamte Region gewesen ist. Kefer ließ den kürzlich verstorben Widerstandskämpfer Walter Vögtle zu Wort kommen, indem er von ihm Textpassagen aus dem Jahrbuch des Landkreises Emmendingen vorlas.  Darüber hinaus sprach Bernd Nössler aus Wyhl vom Widerstand, bei dem er und alle Freunde, die mitmachten, bis zum Äußersten zu gehen bereit waren. „Im Widerstand gegen das Kernkraftwerk gab es ein Miteinander, ein Wir-Gefühl. Nur der Mensch hat gezählt. Es war ein riesiges Sammelbecken von verschiedenen Menschen. Aus einer kleinen Pflanze wurde eine große Pflanze des Widerstands,“ so Nössler in seinem Aussagen. Richard Schweizer, Jahrgang 1944 aus Emmendingen und ÖDP-Delegierter berichtete ebenso als Zeitzeuge: „Bevor ich zur Arbeit ging, brachte ich in den Leuten, die mehrmals in der Woche den Platz besetzt hielten, eine Kanne frisches Wasser vorbei. Das war für mich ein Beitrag, um die Menschen zu unterstützen.“ In einem indianischen Gebet erinnerte Bernd Nössler an all die Menschen, die bei den großen Reaktorunfällen von Tschernobyl und Fukushima ihr Leben lassen mussten.

Bernd Richter dankte Bernd Nössler für seine bewegenden Worte und fügte an: „Nai hämmer gsait, so lautet der bekannte Satz des Widerstands von damals. Heute brauchen wir den gleichen Geist gegen TTIP, CETA und die anderen Freihandelsabkommen. Das Wir-Gefühl geht weiter.“ (Foto: ÖDP)

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