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Bildungspolitik

Pläne des Landes zur Streichung von Lehrerstellen kritisiert.

Die Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ödp) kritisiert die Pläne des Landes zur Streichung von Lehrerstellen. Finanzminister Stächele plane den Wegfall von einem Viertel aller Deputate.

26.01.2010

Die Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ödp) kritisiert die Pläne des Landes zur Streichung von Lehrerstellen. Finanzminister Stächele plane den Wegfall von einem Viertel aller Deputate. ”Es ist skandalös, was der Finanzminister hier vor hat. Wenn er sparen möchte, was bekanntlich lobenswert ist, soll er die Milliardengräber der Landesregierung zuschütten“, so der ödp-Kreisvorsitzende Guido Klamt. Für Prestigeobjekte stehe offensichtlich unbegrenzt Geld zur Verfügung, bei Bildung werde es durch Streichung gespart.

Die viel beschworene Bildungsoffensive der Landesregierung werde Kamikaze mäßig an die Wand gefahren. Kultusminister Helmut Raus Lippenbekenntnisse seien zum hilflosen Gestammel verkümmert, so der ödp-Vorsitzende. Tatsache sei, dass vielen kleinen Hauptschulen in den nächsten Jahren geschlossen würden, da der Realschulabschluss zweiter Klasse, auch Werkrealschulabschluss genannt, nur an zweizügigen Schulen angeboten werden dürfe. Die längeren Fahrten in die neuen Schulzentren gingen auf Kosten der Eltern. Die Schule im Dorf gelte für viele ländliche Gemeinden ab Herbst 2010 nicht mehr.

Klamt gab zu Bedenken, dass der Klassenteiler der Sekundarstufe immer noch bei 33 liege. Die ödp fordere schon seit Jahren einen Klassenteiler von 25. ”Die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen hängen immer stärker vom Geldbeutel ihrer Eltern ab“, so der ödp-Politiker.

Statt die Familienförderung auszubauen und Anreize zu schaffen, dass die Geburtenzahlen wieder steigen, werde der Mangel dazu verwendet, um übertriebene Einsparmaßnahmen im Bildungswesen zu rechtfertigen. Ein Land ohne Kinder, ein Land ohne Bildung sei ein Land ohne Zukunft, so Klamt weiter. Die gelb-schwarze Landesregierung habe aufgezeigt, dass sie nicht zukunftsfähig sei und daher bei der Landtagswahl im März 2011 abgelöst werden müsse.

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