Energiewende beschleunigen statt Kohlekraftwerke begünstigen!

Kohlekraftwerken werden bei großer Hitze Ausnahmeregelungen bei der Einleitung von Kühlwasser in die Flüsse zugestanden. Das gefährdet die Fischbestände und schadet dem Klima.

Die ÖDP Baden-Württemberg kritisiert die Ausnahmeregelungen, die es Betreibern der Steinkohlekraftwerke in Heilbronn, Mannheim und Altbach ermöglichen, zeitlich befristet höher temperiertes Kühlwasser in Neckar und Rhein einzuleiten. "Es ist schon schlimm genug, dass die Kohlekraftwerke zu den schlimmsten Klimakillern gehören. Da ist es unverantwortlich, den Betreibern bei Hitze und Dürre auch noch Ausnahmeregelungen hinsichtlich der Entnahme und Einleitung von Kühlwasser zuzugestehen," empört sich der Landesvorsitzende Guido Klamt.

Thermische Kraftwerke wie Kohle- und Kernkraftwerke benötigen zu ihrem Betrieb Kühlwasser, das sie aus nahegelegenen Flüssen beziehen. Zum Schutz des Gewässers sowie der Fische und sonstigen Lebewesen ist der Bezug des Kühlwassers und die Einleitung des beim Kühlvorgang aufgewärmten Wassers nur bis zu einer maximalen Wassertemperatur von in der Regel 28 Grad Celsius genehmigt.

"Die Flüsse sind schon wegen der ungewöhnlich heißen Witterung übermäßig warm. Wird dann noch wärmeres Wasser eingeleitet, gefährdet der sinkende Sauerstoffgehalt ernstlich die Fischbestände," so Klamt. "Schon jetzt kommt es zu Massensterben." Angesichts der weltweiten Klimaerhitzung sei es ein völlig falsches Signal, über einen Energieengpass zu jammern und Ausnahmeerlaubnisse zu erteilen. Das richtige Signal wäre mehr Tempo und Konsequenz bei der Wende hin zu erneuerbaren Energien, bei gleichzeitiger intensiver Entwicklung von Speichertechnologien. "Jedes Zaudern beim Kohleausstieg ist eine Versündigung an den zukünftigen Generationen!"

Guido Klamt, Landesvorsitzender der ÖDP Baden-Württemberg

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